2011 - Wohnbebauung Putzbrunnerstr. Ottobrunn

Die Grundstückseigentümerin der bereits zuvor bestehenden Josef-Seliger-Siedlung in Ottobrunn hatte sich entschlossen, eine grundlegende Überplanung der bestehenden Siedlungsstruktur vorzunehmen, da nahezu alle Bestandsgebäude weder aktuellen energetischen, noch baukonstruktiven oder funktionalen Ansprüchen genügten. Hierzu wurde ein Plangutachten durchgeführt, aus dem Goergens + Miklautz als Sieger hervorgingen. Die durch den Entfall der Bestandsgebäude entstehenden, wertvollen Planungsspielräume ermöglichten eine gegenüber dem Bestand stärker aufgelockerte Bebauungsstruktur, die aufgrund der relativ kleinteiligen Gebäudetypologie eine sehr hohe Durchlässigkeit für Bewohner und vielfältige Blickbeziehungen aufweist. Die Planung greift die bisherige städtebauliche Gesamtstruktur in ihren Grundzügen auf und interpretiert diese neu. Die städtebauliche Anordnung der geplanten Gebäude schafft unterschiedlich geprägte Freiräume und Hofsituationen, die durch einen übergeordneten, abwechslungsreichen Weg untereinander abseits befahrener Straßen verbunden sind. Der durch Lärmimmissionen am stärksten belastete nördliche Hof ist zum Schutz vor den Emissionen der Bahn und der Putzbrunner Straße stärker geschlossen als die anderen Baubereiche. Zur optimalen Durchsonnung der Baustruktur als auch der Freiflächen und aus Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft wurde ein spezielles Baukörperprofil für Neubauten entwickelt. Vorgesehen ist ein gestaffelter Neubaukörper, dessen Laternengeschoss auf die Wohnseite des jeweiligen Gebäudes (im Süden / Südwesten) gerückt ist.

Lageplan Ansicht+Grundriss Ansicht+Schnitt DD Blick in die Josef-Seliger-Straße