2015 - Marienplatz Hugendubel

Das Haus Marienplatz 22 – im Volksmund das Hugendubelhaus – ist im Laufe seiner Geschichte vielfachen Veränderungen ausgesetzt gewesen:

In Hinblick auf das großartige Vis-à-vis des Platz bestimmenden neogotischen Rathauses ist jede solitäre Heraushebung des Eckgebäudes Nr. 22 aus Sicht der Entwurfsverfasser falsch. Das Gebäude erhält unter Beibehalt der Bestandsdecken und der tragenden Wandteile eine neue Fassadengestaltung: Fassadenöffnungen werden angehoben und klar strukturiert. Die Fassade wird vertikal mit Natursteinpfeilern mit aufgesetzten Diamanti gegliedert; die ursprüngliche horizontale Zonierung in Erdgeschoß und Mezzaningeschoß, 4 gleiche Normalgeschoße und Sonderbereich im 6. OG wird durch Natursteingesimse und durchlaufendes Fensterband im obersten Geschoss erreicht. Mit den vorliegenden Umbaumaßnahmen wird der Versuch gemacht, das Gebäude Marienplatz 22 auf seine ruhige, unaufgeregte Haltung aus der ersten Wiederaufbauzeit zurückzuführen und die bedeutende Ecklage zum Rindermarkt mit seiner kleinteiligen Parzellierungsstruktur so zu gestalten, dass das Gebäude wieder zu einem angemessenen integralen Bestandteil des Ensembles Altstadt am Marienplatz wird.